Nachher:
Wir bauen eine Doppelhaushälfte vom Typ Baden von Heinz von Heiden in Bochum
Sonntag, 12. Januar 2014
Kahlschlag
Gestern hat der Holzfäller ganze Arbeit geleistet. Mit Hilfe von Raupensteiger und dicken Kettensägen ergaben sich die Bäume in kürzester Zeit und legten sich zu ihrer letzten Ruh auf den Erdboden. Endlich. Die Stämme wurden am Boden in spaltgerechte Stücke zerteilt und von Bekannten abgeholt. Montag und den Rest der Woche wird wohl noch weiter gearbeitet werden. Häckseln und umlegen dreier weiterer Bäume steht noch an.
Dienstag, 7. Januar 2014
Erste Hürde geschafft
KW 01 / Anfang Januar
Frohes Neues noch allen zusammen.Das letzte Jahr ist dann doch noch mit einer Überraschung geendet. Der Bauantrag ist pünktlich vor Weihnachten eingetrudelt. Somit war es dann doch ein frohes Fest. Der Baumfäller ist auch durchs Astwerk geturnt und hat nach Fledermausquartieren bzw. -vorkommen gesucht. Zum Glück nichts zu entdecken. Haben es sich wohl auf anderer Leute Baugrund eingenistet. Somit ist auch dieses Gutachten eingereicht und wird laut Auskunft diese Woche verschickt. Unsere Nachbarn werden dann nächste Woche fällen und wir Anfang Februar.
Montag, 16. Dezember 2013
Eine verheißungsvolle Rechnung
Diese Woche war Post im Briefkasten. Post der Stadt. Es handelte sich um eine Rechnung für einen Bauantrag. Auf Rückfrage bei der Stadt bekamen wir die Auskunft, das nach Vorkasse gearbeitet wird. Sobald wir die Rechnung beglichen haben, wird der Bauantrag verschickt. Überwiesen ist es schon. Wir rechnen täglich mit einem Weihnachtsgeschenk.
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Neuigkeiten im neuen Jahr.
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Die erste Genehmigung
KW 49 / Anfang Dezember
Der Versickerungsversuch wurde durchgeführt. Die Ergebnisse decken sich mit den Angaben von HvH. Haben wir das geklärt. Gestern war dann die "Wasserrechtliche Erlaubnis .. zum Einleiten von Niederschlagswasser in das Grundwasser auf dem Grundstück .." in der Post. Bei Abgabe des Versickerungsgutachtens waren wir dann noch bei unserer Sachbearbeiterin des Bauantrages. Diese teilte uns mit, das die Abwasserbehörde auch auf den Schrieb von der unteren Wasserbehörde (Stichwort: Wasserrechtliche Erlaubnis...) wartet. Auf Rückfrage, wie lange es jetzt an dieser Stelle dauert, bekam ich folgende Antwort: "Joa, das liegt jetzt erstmal hier 3 Wochen... Nein, kleiner Scherz.." Mir ist bei der Aussage nur kurz das Herz stehen geblieben und ich war kurz vor dem Ausrasten. Zum Glück kam die "..nur ein Scherz" Aussage recht plötzlich.
So wie es aussieht und von unserer Sachbearbeiterin beschrieben wurde, kann die Baugenehmigung ein Weihnachtsgeschenk werden. Hoffen wir es mal...
Wie heißt es so schön: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Danach beantragte er die Einleitung von Regenwasser in das Grundwasser.
Freitag, 8. November 2013
Vorsichtiger Optimismus
KW 45 / Anfang November
Das soeben geführte Telefonat brachte folgende Informationen an den Tag:- Der Baum in unserer Auffahrt stellt kein Problem dar
- Unsere Baupartner kommen leider nicht umher, den Baum zu kaufen und zu fällen
Nach Rücksprache mit der chematischen Darstellungs- Frau gab es auch interessante Neuigkeiten. Laut Lageplan steht der Baum unserer Partner mitten in der Auffahrt. Man lässt sich dann die Auffahrt schematisch Darstellen, um festzustellen ob Wurzelwerk beschädigt werden könnte. Jetzt kommt der Knaller (Zitat): ".. vor allem beim Bau von Tiefgaragen o.ä."
Ja klar, unter unseren Häusern wollten wir noch einen Tiefgaragenkomplex errichten. Geht ja auch aus den Bauunterlagen hervor. NICHT!
Obwohl die Idee nicht schlecht ist. Vielleicht nehme ich nochmal mehere 100tausend Euro in die Hand und baue mir eine Tiefgarage. In der darf zwar niemand parken, aber hier können es sich dann die ganzen Fledermäuse gemütlich machen, wenn es ihnen draussen zu stressig wird....
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Doch kein Zug?
KW 44/ Ende Oktober
Nachdem am 28. Oktober natürlich keine Antwort kam, sind wir Baupartner mal zusammen zum Herrn K. in das Technische Rathaus in Bochum maschiert um eine Antwort zu erhalten. Es war mir schon klar, das am 28. keine Entscheidung gefallen wäre. Bei Beamten bedeutet "ab" ja nicht "am". Auf dem Weg in sein Büro kamen wir an einigen anderen Türen vorbei. Eine stand offen und war mit einem Schild mit der Aufschrift "Partyzone" beschriftet. Was? Das kann ja heiter werden. Das ist natürlich Wind auf die gereizten Mühlen eines Bauherren. "Nein, der Kollege ist gerade nicht am Platz." Der ist in der Partyzone... Nun gut.Herr K. war im Moment nicht im Büro und wir warteten. Nach einer kurzen Zeit bat er uns in sein Büro, mit den Worten "Wollt ihr zu mir?". Wir sind augenscheinlich nicht mehr unter 18 und schon gar nicht mit dem Hintergrundwissen, dass wir ein Haus bauen. Ein Sie wäre doch mindestens angebracht gewesen, oder? Naja, er ist ja nach eigenen Angaben auch nur "der Gärtner". Da duzt man sich offensichtlich, ohne einander bekannt zu sein. Herr K. erklärte uns dann, das sein Kollege gekündigt hat und ein Haufen Vorgänge zurückgeblieben sind um die er sich noch zusätzlich zu kümmern hätte. Nicht gelogen, im Büro stapeln sich die Haufen von Dokumenten. Wir haben ihm unsere Situation ebenfalls mehrfach geschildert und die Fragen gestellt, die uns seit 5 Wochen unter den Nägeln brennen.
Als wir das Büro wieder verließen war folgendes klar:
- er fährt noch heute zum Grundstück und bewertet die Lage der Bäume im Zufahrtsbereich. Eine Entscheidung teilt er uns schriftlich in der kommenden Woche mit.
- sollte eine Auffahrt wie vom Bauträger geplant nicht möglich sein, gäbe es folgende Möglichkeiten
- der Strassenbaum wird gefällt und es wird ein paar cm neben der Auffahrt eine neue Baumscheibe erstellt. Auf Kosten der Baupartner.
- der Strassenbaum wird ohne ausgleichende Baumscheibe gefällt, muss allerdings bezahlt werden. Die Fällung und der Wert des Baumes.
| Das ist er! |
Zu der chematischen Darstellung haben wir auch noch unser blaues Wunder erlebt. Diese Darstellung auf die die gute Frau B.-P. wartet, bekommen wir erst vom Tiefbauer nachdem wir die Überfahrt bei der Stadt beantragt haben. Und das haben wir noch lange nicht, weil das auch nach, oder während des Baufertigstellung möglich bzw. erst notwendig ist. Wir oder auch unser Bauträger kann die Darstellung nicht darlegen, weil die von der Stadt vorgegeben wird. Wahnsinn. Warum weiß "der Gärtner" das, aber die Bearbeiterin für "Baugenehmigungsverfahren" nicht?! Sind wir vielleicht die ersten, die in Bochum bauen? Sind wir die ersten, die einen Baum in der Auffahrt haben? Offensichtlich...
Ich frage mich nur, was an der ganzen Geschichte jetzt so lange gedauert hat. Klar kann ich mir vorstellen, das es noch andere Vorgänge als den unseren gibt. Natürlich wartet Herr K. nicht nur auf Arbeit von uns. Aber man sollte es doch im Laufe des Tages einmal schaffen, einen kurzen Zweizeiler mit der elektronischen Post auf die Reise zu schicken. Liebe Bauherren, habe Stress und doppelte Belastung durch Kündigung. Werde Ihnen in den kommenden 2 Wochen eine Entscheidung zukommen lassen. Zack, fertig. Bauherren informiert, die klingeln nicht Sturm und sind zumindest 2 Wochen beruhigt.
Sonntag, 27. Oktober 2013
Stadt Bochum vs. Bauherr
KW 43 / Ende Oktober
Wie ja bekannt ist, haben wir unseren Bauantrag abgegeben. Nachzulesen unter dem Label Bauantrag. In der vergangenen Woche ist dann noch einiges passiert.
Es gibt noch mehr Probleme, als die gleich geschilderten. Aber diese zwei lassen uns im Moment am meisten verzweifeln.
Problem 1:
Die schematische Darstellung der Auffahrt.
Problem 2:
Der Fällzeitraum vom Oktober bis zum Februar.
Zu Problem Nummer 1 haben unsere Baupartner eine Anfrage an das "Büro für Bürgerbeteiligung" gerichtet. Ob es denn tatsächlich richtig ist, das wir auf die Aussage einer einzelnen Person angewiesen sind. Was denn im Falle einer längeren Abwesenheit dieser Person passieren würde und ob es nicht eine Stellvertretung gäbe. Es gab eine schnelle Antwort, das man sich um unser Anliegen kümmern werde. Der Leiter des Bauordnungsamtes werde unserem Anliegen nachgehen. Und es wurde sich gekümmert. In einem langen Telefonat wurde seitens der Stadt viel Verständnis für unsere Situation aufgebracht. Es ging in dem Telefonat auch um das Problem Nummer 2.
Man erinnere sich an die Angabe des Fällzeitraumes und der Behauptung über Fledermausvorkommen in unseren Bäumen. Wir haben uns im voraus um eine vorzeitige Fällung der Grundstücksbäume gekümmert. Seitens der Stadt war der Tenor nur, das vor Baugenehmigung keine Fällgenehmigung ergehen wird. Jetzt teilt der, für uns zuständige Bezirksleiter des Bauordnungsamtes mit, dass es kein Problem sei, eine vorzeitige Fällgenehmigung zu erwirken. Aufatmen, endlich mal etwas positives, Licht am Tunnelende. Wir sollen der zuständigen Sachbearbeiterin seine Nachricht mitteilen und bei Rückfragen auf ein Gespräch mit ihm verweisen. Gesagt getan. Als die Sachbearbeiterin diese Nachricht hört geschieht jedoch folgendes: das hätte der gute Mann gar nicht zu entscheiden. Wie er auf die Idee käme, solche Aussagen zu treffen. Das sei alles Quatsch. Hrmpf. So werden aus dem Licht am Tunnelende doch schnell die Scheinwerfer des herannahenden Zuges. Vielen Dank. Außerdem teilte die Sachbearbeiterin mit, dass wir schon mal jemanden auf das Grundstück schicken können, der nach Fledermäusen schaut. WIR hätten unseren Fällzeitraum ja verstreichen lassen. Auf Nachfrage, wer denn dies tun kann gab es folgende Antwort (Zitat): Ich kenne einige Personen, kann ihnen auch Namen nennen. Werde ich aber nicht tun, da ich dann gewisse Leute bevorzugen würde. Da frage ich mich doch, was ist das für ein Kindergarten. Weiß ich, sag ich aber nicht. Ätsch bätsch.
Und zu Problem 1 hat die Sachbearbeiterin auch noch ein paar Infos für uns. Unser Antrag wird seit 4 Wochen nicht bearbeitet, weil die besagte schematische Darstellung fehlt. Laut Aussage von ihr, sammelt sie sowieso nur die Unterlagen zusammen und legt sie Herrn K. vor. Wie ja auch bekannt, ist unser Vermittler Herr M. direkt mit Herrn K. in dieser Angelegenheit in Kontakt.
Laut unseren Baupartnern ergibt sich das Bild, dass sich die Sachbearbeiterin übergangen fühlt. Kann es denn sein, dass sich aufgrund von verletzter Hierarchie unser Bauantrag um vier Wochen verzögert? Kann es sein, dass Herr K. seit vier Wochen auf die schematische Darstellung wartet und uns das nicht mitteilt? Kann es sein, dass ich seit vier Wochen unnötig Bauzeitzinsen zahle? Kann es sein, dass das alles ein schlechter Scherz ist?
Montag ist die urlaubsbedingte Auszeit zum Glück vorüber und wir hoffen auf ein glückliches Ende.
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